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Wer gehört zu Ihrem „Easy Team“?
Ressourcen für Pflegepersonen

Wer gehört zu Ihrem „Easy Team“?

2 Min. Lesezeit Pamela Rosenblum

In unseren Selbsthilfegruppen sprechen wir oft über ambulante Pflegekräfte, Alltagsbegleiter usw. Diese Art von Hilfe ist sehr wichtig, aber oft schwer zu organisieren. Doch in einer kürzlichen Selbsthilfegruppe für betreuende Angehörige wurde über eine andere Art von Hilfe gesprochen, die recht einfach zu arrangieren und sehr zu empfehlen ist.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass betreuende Angehörige berichten, sie fühlten sich von der Menge an Aufmerksamkeit, die ihr geliebter Mensch braucht und manchmal offen gesagt einfordert, überwältigt – zusätzlich zu all den schwierigen Symptomen, der praktischen Pflege, der Bewältigung von Finanzgeschäften, der Einstellung von Pflegekräften usw. Der Ehemann einer Teilnehmerin neigt eher zu Wut, wenn er sich zu isoliert fühlt, und ist viel glücklicher, wenn er das Gefühl hat, Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine andere drückte es so aus: „Er will ständig meine Aufmerksamkeit! Es ist, als würde man sich um ein forderndes zweijähriges Kind kümmern, nur dass er bei Weitem nicht so süß ist!“

Oder manchmal kann aus einer Halluzination ein Wahn werden, und die Pflegeperson sowie die Person mit LBD geraten in eine sinnlose Gesprächsschleife, die leicht eskalieren und schwierig, wenn nicht sogar angsteinflößend werden kann. Beispielsweise wird das Familienmitglied möglicherweise beschuldigt (Geld zu stehlen, eine Affäre zu haben usw.), und es ist schwer, aus dieser Schleife herauszukommen. Die Wahnvorstellung einfach nur zu widerlegen, hilft selten bis nie.

Hier ist eine Idee für Ihren „Werkzeugkasten für Pflegepersonen“. Ich nenne sie Ihr „Easy Team“, weil es recht einfach ist, es zusammenzustellen und einzusetzen. Gewinnen Sie zwei oder drei Freunde oder Familienmitglieder für Ihr Team. Am besten eignet sich ein langjähriger Freund Ihres geliebten Menschen oder ein enges Familienmitglied. Informieren Sie sie darüber, dass Sie ihnen gelegentlich eine Nachricht mit etwas wie „Könntest du Joe gerade mal anrufen?“ schicken könnten. Sagen Sie ihnen, dass sie sich dann einfach ein paar Minuten lang mit Ihrem geliebten Menschen unterhalten müssen. Erklären Sie, wie dies den Freund oder die Freundin ablenken würde, dessen bzw. deren Gehirn nicht von einer fixierten Idee ablassen kann oder einfach ein wenig freundliche Aufmerksamkeit braucht.

Ich habe eines Tages selbst entdeckt, wie einfach und hilfreich das sein kann, als sich mein Mann in einem Wahn gegen mich verfangen hatte und ich anfing, mich belästigt zu fühlen. Ich schrieb seinem besten Freund: „Kannst du Paul gerade mal anrufen und einfach ein paar Minuten mit ihm plaudern?“ Er rief sofort an und der Bann war gebrochen. Zuerst beschwerte sich mein Mann bei seinem Freund über „diese Frau, die nicht mit mir kooperieren will“, aber dann konnte er einfach ein ganz normales Gespräch führen. Als das Gespräch endete, befand er sich an einem „anderen Ort“.

Wählen Sie also Ihr „Easy Team“. Sagen Sie ihnen, wie hilfreich das für Sie sein wird. Holen Sie sich mindestens zwei, am besten drei Personen ins Boot, da diese vielleicht gerade nicht verfügbar sind, wenn Sie sie brauchen. Freunde und Familie fühlen sich oft hilflos und möchten doch gerne helfen. Lassen Sie sie wissen, dass dies eine einfache Möglichkeit für sie ist, eine enorme Hilfe zu sein!

Pamela Rosenblum
Verfasst von Pamela Rosenblum

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